Behandlungsspektrum

Psychosomatische Beschwerden

Einleitung

Körper und Psyche stehen in enger Wechselwirkung miteinander. Belastungen, Stress, innere Anspannung oder schwierige Lebenssituationen können sich körperlich bemerkbar machen. Gleichzeitig können körperliche Beschwerden auch die Psyche belasten und zu Sorgen, Erschöpfung oder Rückzug führen.

Psychosomatische Beschwerden sind reale körperliche Beschwerden. Sie sind nicht eingebildet und nicht „nur psychisch“. Häufig lassen sich die Beschwerden medizinisch nicht vollständig erklären, oder seelische Belastungen, Stress und körperliche Vorgänge beeinflussen sich gegenseitig. Das Gesundheitsportal Österreich beschreibt Psychosomatik als Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper; seelische Belastungen, Stress, Lebenskrisen oder traumatische Erfahrungen können körperliche Beschwerden auslösen oder verstärken.

Typische psychosomatische Beschwerden können zum Beispiel Rückenschmerzen, Tinnitus, Magen-Darm-Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel, Atembeschwerden, Druckgefühle oder chronische Schmerzen sein. Viele Betroffene haben bereits medizinische Untersuchungen hinter sich und fühlen sich dennoch weiter belastet oder verunsichert.

In unserer Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf begleiten wir Menschen, die unter psychosomatischen Beschwerden leiden und ihre Symptome besser verstehen möchten. Gemeinsam betrachten wir, welche körperlichen Beschwerden bestehen, welche Belastungen eine Rolle spielen und wie ein hilfreicher Umgang mit den Beschwerden entwickelt werden kann.

Typische psychosomatische Beschwerden

Psychosomatische Beschwerden können viele verschiedene Körperbereiche betreffen. Manche Menschen erleben vor allem Schmerzen, andere Verdauungsprobleme, Ohrgeräusche, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder allgemeine körperliche Anspannung.

Typische Beschwerden und Belastungen können unter anderem sein:

Rückenschmerzen oder andere Schmerzen

Tinnitus oder Ohrgeräusche

Magen-Darm-Beschwerden

Übelkeit, Druckgefühl oder Reizdarmbeschwerden

Herzklopfen oder Engegefühl in der Brust

Schwindel oder Benommenheit

Atembeschwerden oder Druckgefühl

Muskelverspannungen

Kopfschmerzen

Schlafprobleme

Erschöpfung und innere Unruhe

starke Beschäftigung mit körperlichen Symptomen

Sorge, ernsthaft körperlich erkrankt zu sein

häufige Arztbesuche ohne ausreichende Entlastung

Einschränkungen im Alltag, Beruf oder sozialen Leben

Viele Betroffene erleben einen Kreislauf aus Beschwerden, Sorge, Anspannung und verstärkter Körperbeobachtung. Dadurch können Symptome stärker wahrgenommen werden und weiter an Bedeutung gewinnen.

Wenn Beschwerden medizinisch nicht eindeutig erklärbar sind

Für Betroffene ist es oft sehr belastend, wenn körperliche Beschwerden bestehen, aber keine eindeutige medizinische Ursache gefunden wird. Manche fühlen sich nicht ernst genommen oder haben Sorge, dass etwas übersehen wurde.

Wichtig ist: Fehlende oder nicht ausreichende medizinische Erklärungen bedeuten nicht, dass Beschwerden nicht real sind. Körperliche Symptome können entstehen oder bestehen bleiben, wenn Nervensystem, Stressverarbeitung, Körperwahrnehmung, Anspannung und seelische Belastungen zusammenwirken.

Funktionelle Körperbeschwerden beschreiben anhaltende körperliche Beschwerden, bei denen sich keine ausreichende organische Erklärung findet. Laut gesund.bund.de können Stress und Konflikte Ursachen solcher Beschwerden sein; zugleich können dauerhafte körperliche Beschwerden auch psychische Belastungen wie depressive Symptome oder Angststörungen begünstigen.

Stress, Anspannung und Körperwahrnehmung

Stress wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Der Körper schaltet in Belastungssituationen auf Aktivierung: Muskeln spannen sich an, der Herzschlag verändert sich, die Atmung kann flacher werden, Verdauung und Schlaf können beeinträchtigt sein.

Wenn diese Anspannung über längere Zeit anhält, kann der Körper in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft bleiben. Beschwerden werden intensiver wahrgenommen, und die Sorge um die Symptome kann wiederum zu weiterer Anspannung führen.

In der Therapie kann es darum gehen, diesen Kreislauf besser zu verstehen. Dabei werden körperliche Beschwerden ernst genommen und zugleich die Wechselwirkungen zwischen Stress, Gedanken, Gefühlen, Verhalten und Körper betrachtet.

Rückenschmerzen, Tinnitus und Magenbeschwerden

Psychosomatische Beschwerden zeigen sich häufig in Bereichen, die sensibel auf Stress und Anspannung reagieren. Dazu gehören zum Beispiel Rücken, Magen-Darm-Trakt, Herz-Kreislauf-System, Atmung oder das Hören.

Rückenschmerzen können durch Muskelspannung, Schonverhalten, Stress und Belastung beeinflusst werden. Tinnitus kann durch Anspannung, Aufmerksamkeit und emotionale Belastung stärker in den Vordergrund treten. Magen-Darm-Beschwerden können sich in belastenden Lebensphasen verstärken oder mit innerer Unruhe, Sorgen und Stress zusammenhängen.

Das bedeutet nicht, dass körperliche Ursachen ausgeschlossen oder ignoriert werden dürfen. Vielmehr ist häufig ein ganzheitlicher Blick hilfreich, der sowohl medizinische als auch psychische und lebensbezogene Faktoren berücksichtigt.

Sorge um die eigene Gesundheit

Psychosomatische Beschwerden gehen häufig mit Unsicherheit einher. Wenn Symptome wiederkehren oder keine klare Erklärung gefunden wird, können Sorgen entstehen: „Was, wenn doch etwas Ernstes dahintersteckt?“ oder „Warum hört das nicht auf?“

Diese Sorge ist verständlich. Gleichzeitig kann eine starke Beschäftigung mit dem Körper dazu führen, dass Symptome noch genauer beobachtet und intensiver wahrgenommen werden. Dadurch kann ein belastender Kreislauf entstehen.

In der Psychotherapie kann gemeinsam betrachtet werden, wie ein hilfreicher Umgang mit Körpersignalen, Sorgen und Unsicherheit möglich wird, ohne Beschwerden zu bagatellisieren oder sich dauerhaft von ihnen bestimmen zu lassen.

Behandlung psychosomatischer Beschwerden

In der psychotherapeutischen Behandlung psychosomatischer Beschwerden geht es zunächst darum, die Beschwerden und ihre Zusammenhänge besser zu verstehen. Gemeinsam betrachten wir, wann Symptome auftreten, wodurch sie sich verstärken oder abschwächen und welche Belastungen im Alltag eine Rolle spielen.

Dabei können verschiedene Faktoren wichtig sein: Stress, innere Anspannung, Schlaf, körperliche Schonung, Grübeln, Angst vor Erkrankung, hohe Ansprüche, Konflikte, unverarbeitete Belastungen oder Schwierigkeiten, eigene Grenzen wahrzunehmen.

Ziel der Behandlung ist es, wieder mehr Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper zu gewinnen, Beschwerden besser einordnen zu können und hilfreiche Strategien im Alltag zu entwickeln. Dazu können Entspannung, Stressbewältigung, ein veränderter Umgang mit Körpersignalen, Aktivitätsaufbau, Emotionsregulation und die Arbeit an belastenden Gedanken gehören.

Körperliche Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden, insbesondere wenn sie neu auftreten, sich deutlich verändern oder mit Warnzeichen verbunden sind. Psychotherapie kann ergänzend sinnvoll sein, wenn Beschwerden anhalten, den Alltag belasten oder stark mit Stress, Anspannung und Sorgen verbunden sind.

In unserer Praxis legen wir Wert auf eine vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit. Viele Betroffene erleben es als entlastend, ihre Beschwerden ernst genommen zu sehen und gleichzeitig neue Wege im Umgang mit Körper, Psyche und Belastung zu entwickeln.

Häufige Fragen zu psychosomatischen Beschwerden

Was sind psychosomatische Beschwerden?

Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Beschwerden, bei denen psychische Belastungen, Stress, Gefühle oder Lebensumstände eine Rolle spielen können. Die Beschwerden sind real und können stark belasten.

Nein. Psychosomatische Beschwerden sind nicht eingebildet. Der Begriff beschreibt, dass Körper und Psyche miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen können.

Psychosomatische Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Häufig treten zum Beispiel Rückenschmerzen, Tinnitus, Magen-Darm-Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafprobleme oder Erschöpfung auf.

Ja, körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn sie neu auftreten, stärker werden, sich verändern oder mit weiteren körperlichen Symptomen verbunden sind. Psychotherapie ersetzt keine medizinische Diagnostik, kann aber ergänzend hilfreich sein.

Stress aktiviert den Körper. Muskeln spannen sich an, Atmung, Herzschlag, Verdauung und Schlaf können sich verändern. Wenn Stress länger anhält, kann der Körper empfindlicher reagieren und Beschwerden können stärker wahrgenommen werden.

Die Begriffe überschneiden sich teilweise. Funktionelle Beschwerden beschreiben körperliche Beschwerden, bei denen keine ausreichende organische Erklärung gefunden wird. Psychosomatisch betont stärker die Wechselwirkungen zwischen seelischer Belastung, Körper, Stress und Lebensumständen.

Verhaltenstherapie kann helfen, Zusammenhänge zwischen Beschwerden, Stress, Gedanken, Gefühlen, Verhalten und Körperwahrnehmung besser zu verstehen. Ziel ist es, einen hilfreicheren Umgang mit Symptomen zu entwickeln und mehr Handlungsspielraum im Alltag zu gewinnen.

Wenn Beschwerden unklar oder belastend sind, ist es verständlich, stärker auf den Körper zu achten. Gleichzeitig kann intensive Selbstbeobachtung dazu führen, dass Symptome stärker wahrgenommen werden und Sorgen zunehmen. Dieser Kreislauf kann in der Therapie gemeinsam betrachtet werden.

Viele Menschen erleben Entlastung, wenn sie ihre Beschwerden besser verstehen, Stress reduzieren, Körpersignale anders einordnen und neue Bewältigungsstrategien entwickeln. Wie sich Beschwerden entwickeln, hängt jedoch von der individuellen Situation ab.

Nein. Im Erstgespräch geht es zunächst darum, Ihre aktuelle Situation kennenzulernen. Sie müssen nichts vorbereiten. Hilfreich kann sein, wenn Sie berichten können, welche Beschwerden bestehen, wann sie auftreten und was Sie bisher bereits unternommen haben.

Termin vereinbaren

Wenn Sie unter psychosomatischen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Tinnitus, Magenproblemen oder anderen körperlichen Symptomen leiden und sich Unterstützung im Umgang damit wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden. Auch wenn Sie unsicher sind, ob Psychotherapie für Ihre Situation passend ist, können Sie Kontakt aufnehmen oder direkt eine Therapieanfrage stellen.

Schwerpunkte

Erfahren Sie mehr über unsere Behandlungen.

blumenthal-strand-blatt.jpg

Kontakt

Kontakt

E-Mail

therapie@pt-blumenthal.de

Telefon

0211 / 911 841 29

Telefax

0211 / 911 841 31

Erreichbarkeit Sekretariat
Mo, Di, Fr: 10:00 – 12:00 Uhr
Do: 15:00 – 16:30 Uhr

Adresse

Blumenthal & Kollegen
Praxis für Psychotherapie
Kruppstraße 48
40227 Düsseldorf

Zweigstelle

Achenbachstraße 20
40237 Düsseldorf

Adresse

Blumenthal & Kollegen
Praxis für Psychotherapie
Kruppstraße 48
40227 Düsseldorf

Zweigstelle
Achenbachstraße 20
40237 Düsseldorf

Kontaktformular

Kontaktformular

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail widerrufen werden.

* Angaben erforderlich